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Beseitigung von pflanzlichen Abfällen außerhalb von Abfallbeseitigungsanlagen

 

Aus gegebenem Anlass weist die Fachstelle Naturschutz und Landschaftspflege (Untere Naturschutzbehörde) auf die Bestimmungen der Verordnung über die Beseitigung von pflanzlichen Abfällen außerhalb von Abfallbeseitigungsanlagen sowie in diesem Zusammenhang auf die Einhaltung des Arten- und Tierschutzes hin.

Grundsätzlich gilt:

·        Pflanzliche Abfälle dürfen nur auf dem Grundstück verbrannt werden, auf dem sie entstanden sind und das auch nur im Außenbereich. Das heißt, wenn in innerstädtischen Gärten pflanzliche Abfälle anfallen, darf man sie nicht auf ein Grundstück außerhalb des Ortes bringen, um sie dort zu verbrennen.

Da in innerstädtischen Gärten teilweise auch giftiges Schnittgut wie z. B: Thuja, Ginster, Eibe oder Goldregen anfällt, ist es sehr kritisch, dieses auf Grundstücken außerhalb der geschlossenen Ortslage zu beseitigen, da dies für die heimische Fauna und für Weidetiere gesundheitsschädlich, bzw. sogar tödlich sein kann.

·        Im Innenbereich der Stadt kommt folglich nur die Entsorgung über Komposttonne, gemeindliche Grünschnittsammeltermine oder eigenes Verbringen zum Abfallsammelplatz des Wetteraukreises infrage.

·        Soweit pflanzliche Abfälle im Außenbereich verbrannt werden sollen, ist neben der Verordnung selbst zur Vermeidung von Konflikten mit dem Tier- und Artenschutz das im Anhang wiedergegebene Merkblatt der Fachstelle Naturschutz und Landschaftspflege des Wetteraukreises unbedingt zu beachten.

 

 

 

Lagerung und Verbrennung von Reisighaufen

 

Reisighaufen sind wertvolle Lebensräume für eine Vielzahl von Lebewesen. Vor allem im Herbst und Winter werden diese bevorzugt von Igeln, Amphibien, Reptilien und Insekten zur Überwinterung bezogen. Im Frühjahr und im Sommer werden die Haufen bevorzugt als Nistplatz aufgesucht. Singvögel wie Zaunkönig und Rotkehlchen finden dort optimale Bedingungen, um ihre Nester zu bauen. Aber auch Kleinsäuger wie die Haselmaus nutzen diesen Schutz.

Wenn Sie einen Haufen aus Schnittgut aufsetzen, achten Sie bitte darauf, dass dies nicht auf sog. Sonderstandorten wie beispielsweise Magerrasen, offenem Fels und ähnlichem geschieht. Solche Biotope sind selten und wertvoll. Sie dienen z. B. als Sonnenplätze für Eidechsen und Standorte speziell angepasster Pflanzenarten. Durch Reisighaufen werden sie ihrer ökologischen Funktion beraubt.

Grünschnittabfälle werden in Gärten aber auch in der freien Landschaft als störend empfunden und fast immer entsorgt. Das Verbrennen von Reisighaufen ist auf dem Grundstück, auf dem das Schnittgut anfällt, unter Berücksichtigung weiterer geltender Regeln erlaubt. Beachten Sie beispielsweise die Vorgaben Ihrer Gemeinde für das Abbrennen von Nutzfeuern. Um den qualvollen Tod von Tieren im Feuer zu vermeiden, müssen jedoch folgende Punkte beachtet werden:

  1. Reisighaufen müssen nach der Anhäufung zügig beseitigt oder verbrannt werden, damit sich keine Tiere einnisten können.

  2.  Falls ein Reisighaufen bereits längere Zeit lag, darf er nicht zwischen Mitte Oktober bis Ende Februar (mögliche Winterruhe von Tieren) und nicht von Ende März bis Anfang August (Brutgeschäft von Vögeln) abgebrannt werden. Winterruhende Tiere können nicht flüchten, so sollte auch bei einem behutsamen Abtragen eines Reisighaufens ggf. vorgefundene Tiere wieder mit einem Teil des Materials „zugedeckt“ werden, damit sie weiter ruhen können.

  3. Auch im Herbst und Frühjahr müssen länger sitzende Reisighaufen vor dem Anzünden einmal gewendet werden, um Tieren die Flucht zu ermöglichen und um festzustellen, dass sich keine Nester oder Tiere mehr darin befinden.

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Für Rückfragen können sie sich gerne direkt an die Untere Naturschutzbehörde wenden.

Unsere Postanschrift:                                                             Unsere Besuchsadresse:

Untere Naturschutzbehörde des Wetteraukreises    Untere Naturschutzbehörde des Wetteraukreises

Europaplatz                                                                           Homburger Straße 17

61169 Friedberg/Hessen                                                        61169 Friedberg/Hessen

 

Tel. Geschäftszimmer: 06031/83-4301

Fax: 06031/83-4444

E-Mail Untere Naturschutzbehörde: Naturschutzbehörde@wetteraukreis.de

E-Mail Mitarbeiter/in: vorname.nachname@wetteraukreis.de

 

Ansprechpartner/in für Ihre Gemeinde bei uns ist:

  • Frau Sirkka Rausche für Altenstadt, Bad Vilbel, Florstadt, Karben, Limeshain und Reichelsheim, Tel.-Nr.: 0 60 31/83-4302
  • Frau Eva Langenberg für Gedern, Niddatal, Glauburg und Ranstadt, Tel.-Nr.: 0 60 31/83-4300
  • Herr Dr. Tim Mattern für Wölfersheim, Büdingen, Hirzenhain, Kefenrod, Nidda, Ortenberg und Echzell, Tel.-Nr.: 0 60 31/83-4306
  • Frau Eva Maria von Lospichl für Bad Nauheim, Butzbach, Friedberg, Münzenberg, Ober-Mörlen, Rockenberg, Rosbach und Wöllstadt, Tel.-Nr.: 0 60 31/83-4311                                                                                                            Stand: Januar 2020

 

 

 

Zur Verdeutlichung ist hier auch nochmals die „Verordnung über die Beseitigung von pflanzlichen Abfällen außerhalb von Abfallbeseitigungsanlagen“ mit der Bitte um Kenntnisnahme und Beachtung abgedruckt:

Anhang Verordnungstext:

 

Verordnung über die Beseitigung von pflanzlichen Abfällen außerhalb von Abfallbeseitigungsanlagen
Vom 17. März 1975

Auf Grund des § 4 Abs. 4 des Abfallbeseitigungsgesetzes (AbfG) vom 7. Juni 1972 (Bundesgesetzbl. I S. 873), geändert durch Gesetz vom 15. März 1974 (Bundesgesetzbl. I S. 721, 1193), wird verordnet:

 

§ 1
Allgemeines

(1) Die in den §§ 2 bis 5 genannten pflanzlichen Abfälle dürfen außerhalb von Abfallbeseitigungsanlagen ( § 4 Abs. 1 des Gesetzes ) beseitigt werden. Verpflichtungen des Besitzers, Abfälle einem Beseitigungspflichtigen ( § 3 Abs. 1 des Gesetzes ) oder im Rahmen des Anschluss- und Benutzungszwanges zu überlassen, bleiben unberührt.

(2) Entscheidet sich der Besitzer pflanzlicher Abfälle, diese außerhalb zugelassener Abfallbeseitigungsanlagen zu beseitigen, dürfen sie nur nach der in dieser Verordnung vorgesehenen Art und Weise beseitigt werden. Die untere Wasserbehörde kann im Einzelfall widerruflich Ausnahmen zulassen, wenn dadurch das Wohl der Allgemeinheit nicht beeinträchtigt wird. Sie kann auch weitergehende Anforderungen stellen, wenn dies im Einzelfall zur Wahrung des Wohls der Allgemeinheit geboten ist.

(3) Andere öffentlich-rechtliche Vorschriften und Genehmigungserfordernisse bleiben unberührt.

§ 2
Landwirtschaftliche und gärtnerische Abfälle

(1) Pflanzliche Abfälle, die auf landwirtschaftlich oder gärtnerisch genutzten Grundstücken anfallen, können im Rahmen der Nutzung dieser Grundstücke durch Verrotten, insbesondere durch Liegenlassen, Einbringen in den Boden oder Kompostieren, beseitigt werden. Hierbei dürfen keine Geruchsbelästigungen auftreten.

(2) Die in Abs. 1 genannten Abfälle können außerhalb der im Zusammenhang bebauten Ortsteile auf dem Grundstück, auf dem sie anfallen, verbrannt werden, soweit sie dem Boden aus landbautechnischen Gründen oder wegen ihrer Beschaffenheit nicht zugeführt werden können.

 

§ 3
Anforderungen an das Verbrennen landwirtschaftlicher und gärtnerischer Abfälle

(1) Die im § 2 Abs. 1 genannten Abfälle dürfen nur unter ständiger Aufsicht von einer zuverlässigen Person bei trockenem Wetter von Montag bis Freitag in der Zeit von 8.00 bis 16.00 Uhr, samstags von 8.00 bis 12.00 Uhr verbrannt werden. Die Abfälle müssen so trocken sein, dass sie unter möglichst geringer Rauchentwicklung verbrennen. Zum Entfachen des Feuers dürfen keine zusätzlichen Stoffe verwendet werden, die eine Personengefährdung herbeiführen können oder zu starker Rauch- oder Geruchsbelästigung führen. Das Abbrennen ist so zu steuern, dass das Feuer unter ständiger Kontrolle gehalten wird. Dabei ist möglichst gegen den Wind zu verbrennen. Bei aufkommendem starkem Wind oder, wenn durch starke Rauchentwicklung eine Verkehrsbehinderung oder eine erhebliche Belästigung der Allgemeinheit eintritt, ist das Feuer zu löschen. Vor Verlassen der Abbrandstelle ist durch die Aufsichtspersonen sicherzustellen, dass Feuer und Glut erloschen sind. Die Verbrennungsrückstände sind unverzüglich in den Boden einzuarbeiten.

 (2) Folgende Mindestabstände sind einzuhalten:

1.       100 m von zum Aufenthalt von Menschen bestimmten Gebäuden, Zelt- oder Lagerplätzen;

 

2.       35 m von sonstigen Gebäuden;

 

3.       5 m zur Grundstücksgrenze;

 

4.       100 m von Bundesautobahnen und autobahnmäßig ausgebauten Fernverkehrsstraßen, zu Lagern mit brennbaren Flüssigkeiten oder mit Druckgasen, zu Betrieben, in denen explosionsgefährliche Stoffe hergestellt, verarbeitet oder gelagert werden

 

5.       50 m von sonstigen öffentlichen Verkehrswegen;

 

6.       100 m von Naturschutzgebieten, von Wäldern, Mooren und Heiden;

 

7.       20 m von Baumalleen, Baumgruppen, Einzelbäumen, Schutzpflanzungen, Naturdenkmälern und nicht abgeernteten Getreidefeldern.

 

(3) Im Umkreis von

1.       4 km um den Startbahnbezugspunkt von Verkehrsflughäfen und

 

2.       3 km um den Startbahnbezugspunkt von Verkehrslandeplätzen, Sonderlandeplätzen und Segelfluggeländen

ist das Verbrennen nur mit Zustimmung der örtlichen Luftaufsichtsstellen oder Flugleitungen zulässig.

(4) Wenn innerhalb der Mindestabstände nach Abs. 2 und 3 brennbare Gegenstände oder Pflanzen vorhanden sind, ist ein Sicherheitsstreifen von 5 m Breite durch Umpflügen oder Fräsen anzulegen, damit ein Übergreifen des Feuers vermieden wird.

(5) Das Verbrennen von Stroh auf abgeernteten Getreidefeldern und das Verbrennen von nicht nur unbedeutenden Mengen anderer pflanzlicher Abfälle ist der Ortspolizeibehörde mindestens zwei Werktage vor Beginn anzuzeigen. Diese kann zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung erforderliche Anordnungen treffen, insbesondere hinsichtlich der Aufsicht und der Bereitstellung von Feuerlöschgeräten.

(6) Die Anzeige muss enthalten:

1.       Lage und Größe des Grundstücks, auf dem die Abfälle verbrannt werden sollen,

 

2.       Art und Menge des Abfalls,

 

3.       Namen, Alter und Anschriften der Aufsichtspersonen.

(7) Beim Verbrennen von Stroh auf abgeernteten Getreidefeldern gilt außerdem folgendes:

1.       Es müssen mindestens zwei zuverlässige Aufsichtspersonen abgestellt werden.

 

2.       Es ist ein Sicherheitsstreifen von 5 m Breite rund um die abzubrennende Fläche durch Umpflügen oder Fräsen anzulegen.

 

3.       Zusammenhängende Flächen über 3 ha sind im Abstand von 80 bis 100 m durch Sicherheitsstreifen von 5 m Breite zu unterteilen.

 

4.       Die so entstandenen Teilflächen dürfen nur nacheinander, d. h. nach Erlöschen der vorherigen Teilfläche, abgebrannt werden.

 

§ 4
Forstliche Abfälle

(1) Pflanzliche Abfälle, die bei der Bewirtschaftung des Waldes anfallen, z. B. Schlagabraum, Rinde und dergleichen, dürfen durch Verrotten, insbesondere durch Liegenlassen und Vergraben, Unterpflügen oder Kompostieren, im Wald beseitigt werden.

(2) Die in Abs. 1 genannten Abfälle dürfen von Montag bis Freitag in der Zeit von 8.00 bis 16.00 Uhr im Wald verbrannt werden, soweit dies aus forstwirtschaftlichen Gründen erforderlich ist. Zur Zeit erhöhter Waldbrandgefahr ist das Abbrennen unzulässig. Die Abfälle sollen zur Verbrennung soweit wie möglich an Stellen, an denen keine Waldbrandgefahr besteht, zu Wällen oder Haufen zusammengefaßt werden. Der Verbrennungsvorgang ist so zu steuern, dass das Feuer ständig unter Kontrolle gehalten werden kann. Es ist sicherzustellen, dass durch Rauchentwicklung keine Verkehrsbehinderung, kein gefahrenbringender Funkenflug und keine erhebliche Belästigung der Allgemeinheit entstehen. Die Feuerstellen sind rechtzeitig vor Arbeitsschluss mit einem Wundstreifen zu umgeben und mit Erde abzudecken oder mit Wasser zu löschen.

(3) Für die Einhaltung von Mindestabständen gilt § 3 Abs. 2 Nr. 1 bis 5 und Abs. 3 entsprechend.

 

§ 5
Abfälle von Rebkulturen, Obstanlagen und sonstige Abfälle

Pflanzliche Abfälle von Rebkulturen, Obstanlagen sowie pflanzliche Abfälle, die bei Leitungsbaumaßnahmen, beim Ausbau oder der Unterhaltung von Verkehrswegen und Gewässern, bei Maßnahmen der Landschaftspflege und der Flurbereinigung anfallen, dürfen auch außerhalb des Grundstücks, auf dem sie anfallen, verbrannt werden. Im übrigen gelten §§ 2 und 3 entsprechend.

 

§ 6
Ordnungswidrigkeiten

Ordnungswidrig im Sinne des § 18 Abs. 1 Nr. 1 des Abfallbeseitigungsgesetzes handelt, wer vorsätzlich oder fahrlässig

1.            bei der Beseitigung pflanzlicher Abfälle entgegen § 1 Abs. 2 Satz 3 einer vollziehbaren Anordnung der unteren Wasserbehörde nicht, nicht rechtzeitig oder nicht richtig nachkommt;

 

2.            entgegen § 2 Abs. 1 Satz 2 nicht dafür sorgt, dass durch das Verrotten landwirtschaftlicher oder gärtnerischer Abfälle eine Geruchsbelästigung Dritter nicht auftritt;

1.            den Schutzvorschriften des § 3 Abs. 1 bis 4, Abs. 7 oder § 4 beim Verbrennen landwirtschaftlicher, gärtnerischer oder forstlicher Abfälle zuwiderhandelt;

 

 

4.       entgegen § 3 Abs. 5 Satz 1 oder Abs. 6 der Anzeigepflicht nicht, nicht rechtzeitig oder nicht richtig nachkommt;

 

5.       eine Anordnung nach § 3 Abs. 5 Satz 2 nicht, nicht rechtzeitig oder nicht richtig erfüllt;

 

6.       entgegen § 5 die für die Beseitigung sonstiger pflanzlicher Abfälle bestehenden Bestimmungen nicht beachtet.

 

 

§ 7
Inkrafttreten

Diese Verordnung tritt am Tage nach ihrer Verkündung in Kraft.

 


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